Alte Heizung raus,
Wärmepumpe rein.
Die Frage ist selten, ob eine Wärmepumpe in ein Bestandsgebäude passt. Sie passt fast immer. Die Frage ist, welche Größe zu Ihrem Haus gehört und was der Staat dazugibt.
Wir vermitteln Ihnen einen Energieberater, der Ihr Gebäude prüft, die nötigen Werte berechnet und Ihnen sagt, was sinnvoll ist. Für Sie kostenlos und unverbindlich.
Sie müssen nichts.
Die gesetzlichen Prüf- und Nachweispflichten des GModG, früher GEG, greifen erst ab sechs Wohneinheiten. Für ein Einfamilienhaus gilt keine Frist, keine Meldepflicht, kein Bußgeldrisiko.
Alles Weitere auf dieser Seite ist eine wirtschaftliche Überlegung, keine rechtliche. Wenn Ihre Heizung läuft und Sie zufrieden sind, gibt es keinen Grund zu handeln.
Interessant wird es aus zwei Gründen. Eine Heizung mit zwanzig Jahren auf dem Buckel fällt selten zu einem passenden Zeitpunkt aus. Und die Förderung ist an einen Austausch geknüpft, den Sie planen, nicht an einen, der Sie überrascht.
Woran es hängt, ob eine Wärmepumpe zu Ihrem Haus passt
Nicht am Baujahr. Auch nicht daran, ob Sie eine Fußbodenheizung haben. Es hängt an drei Größen, die nur zusammen etwas aussagen.
Wie viel Wärme Ihr Haus verliert
Gemeint ist der kälteste Tag des Jahres. Diese Zahl bestimmt, wie groß die Anlage sein muss. Sie wird für jeden Raum einzeln ermittelt, nicht für das Haus als Ganzes.
Wie die Wärme in den Raum kommt
Große Flächen geben viel Wärme bei niedriger Temperatur ab. Eine Fußbodenheizung ist der günstigste Fall. Heizkörper funktionieren aber auch, wenn sie groß genug sind. Oft sind sie es bereits, weil früher großzügig ausgelegt wurde.
Mit welcher Temperatur geheizt wird
Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto günstiger arbeitet die Wärmepumpe. Unter etwa 55 Grad wird es wirtschaftlich interessant. Ob Ihr Haus das schafft, ergibt sich aus den ersten beiden Punkten.
Zu groß ist schlimmer als zu klein
Die häufigste Fehlplanung ist nicht die knapp bemessene Wärmepumpe, sondern die großzügige. Sie entsteht, wenn nach Faustformel ausgelegt wird oder nach der Leistung des alten Kessels. Und der war meist selbst überdimensioniert.
Das Ergebnis heißt Takten. Die Anlage springt an, erreicht die Zieltemperatur zu schnell, schaltet ab und startet kurz darauf erneut. Bei jedem Start läuft der Verdichter an, ohne dass nennenswert Wärme entsteht.
Jeder Start kostet Energie, ohne Wärme zu liefern. Der Verdichter verschleißt, die Jahresarbeitszahl sinkt.
Die Anlage läuft durch, statt ständig neu anzulaufen.
Der Unterschied kostet Sie nicht einmalig, sondern jeden Winter. Und er lässt sich nachträglich kaum korrigieren, weil die Anlage dann schon steht.
Was eine Heizlastberechnung ist
Die raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 ermittelt für jeden einzelnen Raum, wie viel Wärme er an einem Auslegungstag braucht. Berücksichtigt werden Wandaufbau, Fenster, Dach, die Lage des Raums im Gebäude und der Luftwechsel.
Aus der Summe ergibt sich die Größe der Wärmepumpe. Aus den Einzelwerten ergibt sich, welcher Heizkörper in welchem Raum reicht und mit welcher Vorlauftemperatur das Haus auskommt. Beides braucht der Fachbetrieb, um die Anlage richtig einzustellen.
Schätzverfahren nach Wohnfläche sind dafür nicht geeignet. Sie liefern eine Zahl, aber keine Verteilung.
Was kostet das?
Der Preis hängt von Größe und Zustand des Gebäudes ab. Der Energieberater nennt ihn Ihnen im Erstgespräch, bevor Sie sich entscheiden. Die Anfrage über das Formular unten kostet nichts und verpflichtet zu nichts.
Die Zahlen, bevor der Staat dazugibt
Preise für einen Heizungstausch schwanken stark, weil kein Gebäude dem anderen gleicht. Die folgenden Spannen sind Endkundenpreise inklusive Montage, vor Abzug der Förderung.
| Anlage | Spanne | Typisch |
|---|---|---|
| Luft-Wasser-Wärmepumpe | 20.000 bis 44.000 € | 32.000 – 36.000 € |
| Sole-Wasser mit Erdsonde | 22.000 bis 55.000 € | je nach Bohrung |
| Sole-Wasser mit Flächenkollektor | 16.000 bis 38.000 € | bei genug Grundstück |
| Gasbrennwert als Vergleich | 8.500 bis 16.000 € | ohne Förderung |
Stand August 2026 · Auswertungen von Verbraucherzentralen und Marktübersichten
Die Gasheizung sieht auf den ersten Blick günstiger aus. Sie wird allerdings nicht mehr gefördert, und der Preisunterschied schrumpft nach Abzug der Zuschüsse deutlich. Dazu kommen die Betriebskosten über zwanzig Jahre, in denen sich der Abstand umkehren kann.
Die Nebenkosten sind die halbe Rechnung
Beim Umstieg auf eine Wärmepumpe entfallen 30 bis 50 Prozent der Gesamtsumme auf Arbeiten, die nichts mit dem Gerät zu tun haben. Wer nur Gerätepreise vergleicht, vergleicht die kleinere Hälfte.
- Demontage und Entsorgung der alten Anlage: 500 bis 2.500 € — bei Öltanks eher am oberen Rand
- Puffer- und Warmwasserspeicher: 1.400 bis 3.500 €
- Heizkörper anpassen oder tauschen: 300 bis 800 € je Stück, falls die vorhandenen für niedrige Vorlauftemperatur zu klein sind
- Elektroanschluss und Zählerschrank: 500 bis 2.500 €
- Hydraulischer Abgleich: 600 bis 1.200 €
Warum Angebote so schwer vergleichbar sind
Für dieselben Gebäudedaten liegen Angebote regional und je nach Betrieb 20 bis 40 Prozent auseinander. Schwerer wiegt aber etwas anderes: Nach Auswertungen der Verbraucherzentralen schlüsseln nur rund ein Viertel aller Angebote alle notwendigen Positionen transparent auf.
Das billigste Angebot ist deshalb oft nur das unvollständigste. Was in Position drei fehlt, taucht später als Nachtrag auf. Genau hier liegt der Nutzen einer unabhängigen Berechnung: Sie sagt Ihnen vorher, was gebraucht wird — und damit, welches Angebot wirklich vollständig ist.
Was der Staat dazugibt
Der Heizungstausch wird über die KfW gefördert, Programm 458. Die Bausteine sind kumulierbar bis zu einer Obergrenze von 70 Prozent.
| Baustein | Voraussetzung | Anteil |
|---|---|---|
| Grundförderung | für jede förderfähige neue Heizung, unabhängig von Einkommen und Alter der alten Anlage | 30 % |
| Klimageschwindigkeit | nur für selbstnutzende Eigentümer. Bei Gas- und Biomasseheizungen ab 20 Jahren Alter, bei Öl, Kohle, Nachtspeicher und Gas-Etagenheizung unabhängig vom Alter | 20 % |
| Einkommensbonus | nur für selbstnutzende Eigentümer mit zu versteuerndem Haushaltseinkommen bis 40.000 Euro im Jahr | 30 % |
| Effizienzbonus | für Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel oder mit Wasser, Erdreich oder Abwasser als Wärmequelle | 5 % |
| Maximal | Obergrenze über alle Bausteine | 70 % |
Bezugsgröße sind die förderfähigen Kosten. Im Einfamilienhaus werden bis zu 30.000 Euro angesetzt, der Zuschuss liegt damit bei höchstens 21.000 Euro. Vermieter erhalten in der Regel 30 Prozent, bei bestimmten Wärmepumpen bis 35 Prozent.
Was übrig bleibt
Ein Rechenbeispiel mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe im typischen Bereich, also rund 36.000 Euro Gesamtkosten:
| Fall | Zuschuss | Ihr Anteil |
|---|---|---|
| Grundförderung plus Klimageschwindigkeit, 50 % | 15.000 € | 21.000 € |
| Zusätzlich Effizienzbonus, 55 % | 16.500 € | 19.500 € |
| Mit Einkommensbonus, Maximum 70 % | 21.000 € | 15.000 € |
Wichtig zum Deckel: Gefördert werden höchstens 30.000 Euro, auch wenn die Anlage mehr kostet. Alles darüber tragen Sie voll. Deshalb macht es einen Unterschied, ob eine Anlage 30.000 oder 44.000 Euro kostet — und deshalb lohnt es sich, die Größe vorher berechnen zu lassen statt sie zu schätzen.
Stand August 2026 · maßgeblich ist immer das aktuelle KfW-Merkblatt 458
Zwei Bedingungen, an denen es häufig scheitert
Bestandsgebäude. Der Bauantrag muss mindestens fünf Jahre zurückliegen. Im Neubau gibt es diese Förderung nicht. Die Heizlastberechnung brauchen Sie dort trotzdem, sie ist Voraussetzung für die Auslegung und im Neubau ohnehin vorgeschrieben.
Antrag vor Beauftragung. Der Zuschuss muss bei der KfW beantragt sein, bevor Sie den Fachbetrieb beauftragen. Wer erst baut und dann den Antrag stellt, bekommt nichts.
Zwei Termine, zwei Fachleute
Der Energieberater rechnet
Er kommt ins Haus, erfasst die Gebäudedaten und erstellt die raumweise Heizlastberechnung. Ergebnis: die passende Anlagengröße, die nötige Vorlauftemperatur und eine Aussage zur Förderung.
Der Fachbetrieb baut ein
Er installiert die Anlage und stellt sie nach den berechneten Werten ein. Diesen Betrieb koordiniert der Energieberater. Sie müssen niemanden zusätzlich suchen.
Was wir vermitteln
Wir vermitteln Ihnen den Energieberater, der prüft und rechnet. Die handwerkliche Umsetzung koordiniert er anschließend mit einem Fachbetrieb.
Energieberatung mit Energieausweis
450 EuroEine Stunde vor Ort mit dem Energieberater. Sie bekommen eine Einschätzung, welche Heizung zu Ihrem Haus passt, welche Förderung in Frage kommt und in welcher Reihenfolge Sie vorgehen sollten.
Inklusive Energieausweis für Ihr Gebäude.
Sie können das Interesse im Formular unten ankreuzen. Das ist keine Bestellung. Der Berater meldet sich, klärt die offenen Punkte, und Sie entscheiden danach.
Unverbindlich anfragen
Vier kurze Schritte, etwa zwei Minuten. Wir leiten Ihre Angaben an einen passenden Energieberater weiter, der sich bei Ihnen meldet. Für Sie entstehen keine Kosten und keine Verpflichtung.
Sie wollen mehr als die Heizung angehen? Der Sanierungsfahrplan zeigt die Reihenfolge und hebt die Förderung.